Mit eurer Hilfe kann sein Traum wahr werden!

 

Unser Tim hat einen großen Herzenswunsch. Er wünscht sich sehnlichst einen speziell für ihn ausgebildeten Autismus-Begleithund, der es ihm ermöglicht, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein solcher Hund würde seine Lebensqualität stark verbessern. Tim möchte einen solchen Hund so sehr, dass er bereits vor über einem Jahr angefangen hat, sein weniges Taschengeld dafür beiseite zu legen. Und auch ich bin davon überzeugt, dass ein Autismus-Begleithund eine riesige Hilfe und Bereicherung für unseren Großen wäre – weswegen ich ihn auch bei diesem Wunsch unterstütze.

 

Das Besondere an diesen Hunden ist, dass Sie – wie auch andere Assistenzhund – speziell für einen Menschen ausgesucht und ausgebildet werden. Die Ausbildung erfordert viele, viele Stunden mit speziellen Trainern, was natürlich deswegen nicht nur zeitintensiv (bis zu 2 Jahre) sondern auch kostenintensiv (25.000Euro) ist. Um Tim dennoch seinen Traum zu ermöglichen, brauche ich (auch) eure Hilfe.

 

Ich hatte das riesige Glück, dass ich den Verein Patronus-Assistenzhunde e.V. für uns gewinnen konnte, an die ich mich verzweifelt gewandt hatte, da ich nach einer Lösung für Tim suchte. Patronus-Assistenzhunde e.V. bildet unter anderem Autismus-Begleithunde aus, ist sehr erfahren auf diesem Gebiet, und hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen dabei zu unterstützen, einen solch speziellen Hund zu bekommen, damit sie die Möglichkeit haben, ganz oder besser am Leben teilhaben zu können.

 

Ehe ich gleich etwas ausführlicher erzähle, was die Funktion eines Autismus-Begleithundes ist, und wie er Tim dabei helfen könnte, ein Leben inmitten unserer Gesellschaft zu leben, möchte ich noch einmal über Tim erzählen.

 

Über Tim

 

 

Die, die hin und wieder meinen Blog verfolgt haben, wissen schon ein wenig über unseren Tim, und wie sehr ihn unser aller Alltag oft überfordert. Ihr wisst dann auch, welch langen Weg unser ‚Großer‘ mit seinen 11 Jahren schon hinter sich hat.

Für die, die aber erst jetzt zu mir gestoßen sind, möchte ich kurz eine Zusammenfassung geben – soweit das möglich ist. Kurz zusammengefasst waren seine Stationen allein der letzten 3,5 Jahre mehrfach monatelang ‚unbeschulbar‘ zu Hause, mehrere Aufenthalte in KJPs, 2 Regelschulen, 1 Förderschule mit Wohngruppe, welche uns alle stark traumatisiert hat. (siehe meine Berichte).

 

Tims offiziellen Diagnosen sind Asperger Autismus, DAMP, ODD. Ich persönlich bin schon seit langem davon überzeugt, dass Tim Pathological Demand Avoidance (kurz PDA) hat, weswegen ich auch hier auf meinem Blog bereits einige von mir übersetzte Artikel zu dem Thema eingestellt habe.

Kinder mit PDA sind meist die Autisten, die irgendwie durch alle Raster fallen, was sowohl Schule als auch häusliche Unterstützung angeht. Trotz oft hoher Intelligenz sind es diese Kinder, die schon sehr früh nicht mehr beschulbar sind, da das Verhalten derart extrem, meist mit hoher Fremdaggression, ist und auch die normalen Strategien die für autistische Kinder angewandt werden, noch mehr Anspannung (statt Sicherheit) verursachen. Der Leidensdruck von Kindern mit PDA ist oft enorm.

 

So auch bei Tim. Tim ist ein wirklich herzensguter Mensch und ein wahnsinnig faszinierender Junge mit einem unglaublichen Allgemeinwissen. Dieses Allgemeinwissen hat er sich durch seine Liebe zum Lesen angeeignet. Sämtliche Bücher von Rick Riordan verschlingt er, aber genauso auch die gesamte Geolino Reihe an Zeitschriften. Allein sein Interesse an fast allen Themen bewundere ich wahnsinnig. Und ein wenig neidisch bin ich auf seine Fähigkeit, etwas zu lesen, und sich danach an alles in kleinstem Detail erinnern zu können.

Tim wollte schon immer dabei sein. Bei allem. Er wollte immer dazu gehören und hatte ein großes Interesse an anderen Menschen. Aber genau das ist auch, was ihm die größten Schwierigkeiten bereitet. Auch wenn er total reizüberflutet war, wollte er sich nicht zurückziehen. Wenn es Dinge waren, die er unbedingt schaffen oder bei denen er dabei sein wollte (Ausflüge, Feiern, oder auch einfach nur Kindergarten oder später Schule), dann konnte er sich lange Zeit super ‚zusammenreißen‘, bzw. er konnte ganz toll maskieren. Doch spätestens, wenn er wieder nur mit uns war, konnte, und ließ, er die Maske fallen lassen.

 

Seine Meltdowns waren schon immer sehr extrem, und immer mit starker Eigen- und Fremdgefährdung. Risiken und Gefahren kann er generell schlecht einschätzen und ist stark impulsgesteuert. Nach diesen Meltdowns oder gefährlichen Aktionen geht es Tim immer sehr schlecht. Er war schon immer sehr geschockt von seinem eigenen Verhalten. So sehr, dass es ihn oft noch Tage später beschäftigt.

 

Vor etwa 3,5 Jahren wurde die Situation in der Schule und zu Hause dann so schwierig, dass wir es nicht mehr geschafft haben. Tim, und wir alle als Familie, waren tatsächlich kurz vor Schluss. Berichtet habe ich auf meinem Blog viel von dieser schwierigen Zeit, so dass ich hier jetzt nicht noch einmal vertiefend darauf eingehen möchte.

 

Seit fast 2 Jahren ist Tim nun in einer intensiv-pädagogischen Einrichtung mit Förderschule. Dank ausreichender Unterstützung geht es ihm dort wirklich gut. Es zeigt, was möglich ist, wenn auf seine sehr besonderen Bedürfnisse eingegangen werden und er die nötige Unterstützung erhält.

 

Der nächste logische Schritt wäre es, dass Tim in die Tagesgruppe wechselt und somit wieder bei uns zu Hause wohnen kann. An unserem bisherigen Standort wäre dies nie möglich gewesen, da Michael schon seit 2.5 Jahren nicht mehr in Kaiserslautern arbeitete, so dass ich unter der Woche komplett alleine mit den Kindern war. Mit den anderen dreien, von denen zwei auch ihre eigenen, besonderen, Bedürfnisse haben, habe ich es soweit gut geschafft. Doch mit Tim braucht man einfach zwei Erwachsene vor Ort.

 

Also haben wir vor einem Jahr entschieden, unser Haus in Kaiserslautern zu verkaufen und in die Nähe von Michaels Arbeit zu ziehen. Eine unglaublich schwierige Entscheidung, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Besonders wenn man bedenkt, was mit autistischen Kindern alles organisiert werden muss bezüglich Schule, Unterstützung usw., und wie schwer sich Autisten mit Veränderungen tun.

 

Da es Tim in seiner Wohngruppe sehr gut ging, haben wir uns entschieden, ihn erst einmal dort zu lassen, damit ich mich voll darauf konzentrieren kann, dass die beiden anderen Jungs gut in ihrer Schule und im gesamten Umfeld starten können, und gleichzeitig aber auch hier schon alles so vorzubereiten, damit Tim hier dann gut einsteigen kann. Und dann, wenn Tim dann wieder ganz zu uns kommt, kann ich mich wiederum auf ihn konzentrieren. Zeitgleich soll dann auch Tims Assistenzhund bei ihm ankommen.

 

 

Aber was ist denn eigentlich ein Autismus-Begleithund?

 

Ich selber habe das erste Mal vor fast 3 Jahren davon gelesen. Ich habe es mir immer und immer wieder durchgelesen, da ich so verblüfft war, dass ich von einem solchen Assistenzhund noch nie etwas gehört hatte. Therapiehunde kannte ich. Assistenzhunde für Blinde, Epileptiker, Diabetiker, Körperbehinderte etc kannte ich auch. Aber  Hunde, die speziell für Autisten ausgebildet werden, um ihnen ganz gezielt im Alltag zu helfen, das war mir total neu.

 

Als ich Tim von einem Autismus-Begleithund erzählte, was er auch direkt begeistert, und redete fortan ständig davon. Zu dem Zeitpunkt find er dann auch an, sein weniges Taschengeld beiseite zu legen, da auch er selber gerne etwas zu den Kosten beitragen wollte.

 

Ein Autismus-Begleithund ist eigentlich sowohl ein Therapiehund  – der allein durch seine Anwesenheit die Entwicklung und die emotionale Verfassung verbessern kann, dabei hilft Kontakte zuzulassen und zu knüpfen – als auch ein Assistenzhund – der aktiv Aufgaben im Alltag übernimmt.

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Was gehört zu den Aufgaben von Tims Autismushundes?

 

  • bei Reizüberflutung zu beruhigen und somit Meltdowns zu verhindern, und genauso auch die Länge und Heftigkeit von Meltdowns zu reduzieren.
  • Sicherheit im Straßenverkehr zu geben, indem sie an Straßen stehen bleiben und nur überqueren, wenn der Weg frei ist.
  • Tims Weglaufen zu verhindern und im Notfall zu helfen, Tim wiederzufinden.
  • zu erkennen, wenn Tim hektisch, unruhig oder panisch wird, und ihn dann zu beruhigen.
  • Barrieren zu anderen Menschen abzubauen.
  • Sicherheit in unbekannter Umgebung zu geben.
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln und auch bei Ausflügen vor zu viel Nähe abzuschirmen.
  • und natürlich Freundschaft, absolute Liebe, Akzeptanz und Geborgenheit zu spenden.

 

 

Anfang Oktober war ich mit Tim in Rostock, damit Patronus-Assistenzhunde e.V. Tim persönlich kennenlernen konnte. Dies ist unglaublich wichtig, da der Hund ja perfekt auf Tim zugeschnitten werden muss. Es fängt ja schon damit an, dass nach einem Welpen gesucht werden muss, der vom Charakter her zu Tims Bedürfnissen und Charakter passt. Hund und Kind müssen ja schließlich perfekt zueinander passen. Auch wollte man sicherlich schauen, wie Tim generell auf Hunde reagiert und mit Hunden umgeht.

 

Was kann ich sagen – Tim dort mit einem Assistenzhund-in-spe (für ein anderes Kind bestimmt) zu erleben, hat mich absolut darin bestärkt, dass ich alles tun werde, um Tim zu seinem eigenen Autismus-Begleithund zu verhelfen.

 

 

Wie IHR Tim helfen könnt

 

Die Ausbildung eines solchen Hundes belaufen sind auf 25.000 Euro – dabei brauchen wir dringend Unterstützung.

 

Bitte helft uns, damit unser Tim wieder besser an unserem Leben teilhaben kann – etwas, das die meisten von uns für selbstverständlich halten.

 

Ich danke euch schon jetzt, in Tims Namen, für eure Hilfe.

 

Alles Liebe,

Eva

 

Spenden können direkt an Patronus – Assistenzhunde gerichtet werden.

 

Patronus-Assistenzhunde e.V.

Postbank

IBAN: DE64 1001 0010 0908 527105

BIC-Code: PBNKDEFF

Verwendungszweck: Tim

 

 

Barkenweg 2, 18182 Mönchhagen

Ansprechpartner: Thomas Gross

Telefon: 038202 44943

Mobil: 0170 2410080

https://www.patronus-assistenzhunde.de/

Patronus-Assistenzhunde e-V- ist ein gemeinnütziger Verein und lässt für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen speziell ausgebildete Assistenzhunde ausbilden, die Ihnen im Alltag zur Hilfe gehen, Ihnen zu mehr Akzeptanz, mehr Freiraum, mehr Lebensqualität verhelfen und vor allem gut für die Seele sind.

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