Spielen eure Kinder so auch gerne mit Matsch, Knete, Wasser und so weiter? Oder habt ihr ein Kind mit einer Wahrnehmungsstörung (Sensory Processing Disorder), und ist euer Kind vielleicht ein ‚sensory seeking‘ Kind? Dann wäre die Zauberpampe bestimmt etwas für euch!

Unser Oskar hat schon immer gerne mit seinen Händen gearbeitet. Wenn er früher gestresst war (oft wenn Besuch da war), habe ich ihm Knete gegeben und ihn in ein ruhiges Zimmer gesetzt. Wenn wir bei einer Feier waren, die draußen stattfand, und es ihm alles zu viel wurde, dann setzte er sich in ein Blumenbeet und fing an die Erde zu bearbeiten. Und wenn man Oskar, auch heute noch, zum Händewaschen schickt, dann muss man durchaus nach 10 Minuten mal nach ihm schauen wo er denn bleibt, da ihn das Wasserspiel immer in eine Art Trance versetzt. Von daher wusste ich sofort als unser Sommer Au Pair Freya davon erzählte, dass diese Zauberpampe genau das richtige für ihn ist. Und so ist es auch!

Oskar und Frederik haben sich heute damit ungelogen 2 ganze Stunden beschäftigt und hätten auch noch weiter gemacht wenn es nicht Zeit zum Abendessen gewesen wäre. Also wirklich eine super Aktivität für auch mal ungemütliche Herbsttage.

Was braucht man?

Gar nicht viel!

  • Kinder 😉
  • Eine Packung Speisestärke
  • Wasser
  • Verschiedene Schüsseln
  • Verschiedene Utensilien wie zum Beispiel Löffel, Becher,  Schaber, Knetspielzeug usw.
  • Tischdecke/Basteldecke

Und so geht es

Zunächst legt man die Basteldecke auf den Tisch, und am besten auch eine weitere abwischbare Decke auf den Fußboden unter die Stühle. Denn es wird durchaus etwas schmutzig. Ein Teppichboden ist eventuell etwas unvorteilhaft für diese Aktivität. :-O

1. Als erstes kommt die Speisestärke in eine Schüssel. Meine Jungs mögen gerne recht viel dieser Zauberpampe für sich, weswegen ich direkt die ganze Packung Speisestärke nehme.
2. Dann gibt man langsam Wasser hinzu, bis die Konsistenz keine feste Masse oder Paste mehr ist, sondern recht matschig und dünnflüssig wird. Man kann selber ein wenig herumexperimentieren, welche Konsistenz den Kindern am besten gefällt, oder sich am besten bearbeiten lässt.

3. Als nächstes gibt man jedem Kind ein Schälchen dieser Pampe und lässt ihrer Fantasie freien Lauf.

Wir finden als Schälchen super die Teller von Ikea, die auch einen etwas höheren Rand haben. So passen auch etwas größere Gegenstände in die Pampe, um zu sehen was damit passiert.

Ich finde es etwas schwierig, die Konsistenz richtig zu beschreiben. Aber auch ich finde, dass es sich wirklich sehr angenehm anfühlt. Weich. Feucht. Flüssig, aber fest zugleich. Früher habe ich mir so immer Treibsand vorgestellt. Und tatsächlich ähnelt die Eigenschaft dieser Pampe etwas dem Treibsand. Das werden Kinder auch schnell feststellen, wenn ihre kleineren Utensilien darin versinken, und sie sie dann herausziehen wollen.

4. Wir benutzen die Zauberpampe auch gerne am nächsten und übernächsten Tag noch einmal. Deswegen helfen die Kinder am Schluss, die Pampe in kleinere Tupperdosen zu füllen. Auch die Pampe, die auf der Decke gelandet ist (bei uns immer reichlich!) können die Kinder mit einem kleinen Schaber abkratzen und mit in die Tupperdose geben. Dann Deckel drauf und zur Seite stellen.

5. Es sieht danach tatsächlich ein wenig wild aus. Eine Menge der Zauberpampe landet auf der Decke und auch auf dem Fußboden (bei uns jedenfalls!). Aber eigentlich ist alles halb so wild, solange man einen Fußboden hat, der sich leicht abfegen oder absaugen lässt. Ich lasse alles immer erst einmal vollständig trocknen, was nicht lange dauert. Und dann ist ja eigentlich nur noch Speisestärke übrig, die dann einfach aufgefegt oder aufgesaugt wird.

 

Probiert es einfach mal aus. Ihr werdet sehen, eure Kinder werden es lieben!

P.S. für unseren Tim wäre dies übrigens nicht die optimale Aktivität. Denn auch er hat zwar eine (beim Autismus typische) Wahrnehmungsstörung, nur ist er genau das Gegenteil zum ‚Sensory seeker‘. Er kann Berührungen überhaupt nicht haben (wogegen Oskar schon immer ganz fest gedrückt werden wollte), und irgendetwas an seinen Händen zu haben war schon immer der blanke Horror für ihn. Schon als Kleinkind ist er deswegen nie auf seinen Händen gelandet, wenn er hingefallen ist, sondern hat stattdessen immer seine Ellbogen genommen. Damit seine Hände auch ja sauber bleiben! Auch Tim ermutige ich natürlich hin und wieder zu diesen Aktivitäten, doch hält er nie lange durch.

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