Mir fehlt das Schreiben!

Ja, ich vermisse das Schreiben. Unheimlich sogar. Mir schwirren so viele Gedanken im Kopf herum, so viele Themen, die ich bearbeiten möchte. Aber ich komme einfach zu nichts!

Julia Felicitas

Aber dieses ‘zu nichts kommen‘ hat einen Namen, und zwar Julia Felicitas. So heisst unsere Tochter, die Mitte Januar geboren wurde. Unser jüngster Sohn ist nun schon 4,5 Jahre alt, und ich hatte doch wirklich vergessen (oder verdrängt?!?), dass so ein kleines Menschenwesen doch tatsächlich so viel  – nein, all meine – Zeit in Anspruch nehmen kann. Meine Vormittage verbringe ich mit Terminen und Erledigungen, nachmittags habe ich natürlich zusätzlich auch die Jungs zu Hause, und abends bin ich froh wenn ich noch den gröbsten Haushalt geschafft bekomme ehe ich ins Bett falle, um zumindest ein paar Stündchen Schlaf zu ergattern.Oskar und Julia Felicitas

Dabei kann ich mich wirklich nicht beschweren. Abgesehen davon, dass wir alle fünf absolut in unsere kleine Maus vernarrt sind und deswegen natürlich sowieso alles in Kauf nehmen würden. Aber ich kann mich noch dunkel daran erinnern, das Tim sich wirklich teilweise stündlich nachts gemeldet hat. In der Hinsicht verwöhnt mich Julia Felicitas ja fast. Zwei Mal muss ich zwar ran, und der zweite Teil der Nacht – ab 3.30 – verläuft meist sehr unruhig, aber es hält sich ja wirklich in Grenzen…..wenn ich mich nicht 4 Jahre lang ans Durchschlafen gewöhnt hätte. Naja, abgesehen von hier und da mal kranken Kindern oder scharchenden Ehemännern. 😉

Aber schon vor der Geburt war bei uns einiges los. 5 Tage vor Weihnachten sind wir in unser erstes Eigenheim gezogen. Die meisten haben uns für verrückt erklärt, dass wir so kurz vor Weihnachten noch umziehen wollten, aber es hatte ja einen (oder mehrere) guten Grund. Jede Veränderung bringt für uns nun mal Schwieriegkeiten mit sich, und wir wollten Tim und Oskar die Gelegenheit geben, sich an das neue Haus und die neue Situation ganz in Ruhe gewöhnen zu können ehe es mit der Schule und Kindergarten wieder los geht. So haben wir die besinnlichen Weihnachtsfeiertage mit Auspacken, Einräumen, Hämmern und Schrauben verbracht. Aber es hat sich gelohnt! Wir fühlen uns alle sehr wohl in unserem neuen Zuhause, und die Jungs haben sich ganz toll eingelebt und sind glücklich hier. Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht den ein oder anderen Eklat gegeben hätte, oder auch Tränen geflossen wären wegen der Veränderungen, aber im Großen und Ganzen hat es gut geklappt.

Der zweite Grund, warum wir so schnell wie möglich ins neue Haus wollten, war natürlich die bevorstehende Geburt, und der Wunsch, alles weitgehend fertig zu haben. So ging es nach den Ferien fleißig weiter mit Arbeiten rund ums Haus und Vorbereitungen für die Geburt. Es macht ja doch Spaß, an seinem Eigenheim zu arbeiten, aber alles andere bleibt einfach liegen.

Mit der Ankunft von Julia Felicitas kamen natürlich auch wieder Herausforderungen – an die Jungs und damit auch an mich. Es fing eigentlich direkt mit dem Tag der Geburt an. Tim ging völlig aufgeregt in die Schule, denn er wusste, dass ich zur Geburt in die Klinik fahren würde. Diese Aufregung endete dann damit, das die Schule uns im Kreißsaal (!!!) anrief, da es so sehr eskaliert war. Und man rief uns nicht nur ein Mal an, sondern eine Stunde später noch ein zweites Mal. Zum Glück hatte es unsere Maus recht eilig, so dasss Tim am nächsten Tag schon wieder entspannt und als stolzer großer Bruder, samt Bild seiner kleinen Schwester, in die Schule gehen konnte.

Solch hefitigen Eskalationen gab es seitdem hin und wieder, und die werde ich auch in einem seperaten Blogpost aufnehmen.

Weitere bevorstehende Veränderungen

die MännerBei uns ist es ja nie ruhig. Immer ist etwas los. Insgesamt hat sich Tim in der Schule – seitdem ich ihn aus der Ganztagsschule herausgezogen habe – ganz toll entwickelt. So toll, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. Auch dazu werde ich sicher noch mehr schreiben. Doch obwohl es ihm an seiner Schule gut geht, haben wir uns aus verschiedenen Gründen entschieden, Tim nach den Sommerferien in einer anderen Schule anzumelden. Tim wird die Gründe natürlich überhaupt nicht verstehen können. Ja, sogar unser zuständiger Jugendamt Mitarbeiter hat mir zunächst gesagt, er könne unsere Entscheidung nicht nachvollziehen. Doch nachdem ich es erklären konnte, hat er sein Urteil zurückgenommen. Denn dieser Schulwechsel soll es Tim unter anderem ermöglichen, endlich Kontakte hier bei uns in der Nachbarschaft zu knüpfen, da seine jetzige Schule am anderen Ende der Stadt liegt. Über den richtigen Zeitpunkt, Tim auf diesen Wechsel vorzubereiten, werde ich (hoffentlich!) auch demnächst einen Beitrag schreiben. Nur soviel: unsere Meinung, wann der richtige Zeitpunkt wäre, unterscheidet sich stark von der Meinung der Schule. Wie dem auch sei, wir wissen schon jetzt, dass die Zeit nach der ‘Offenbarung’ eine schwierige sein wird. Für Tim und für uns. Aber wir sind 100%ig davon überzeugt, dass Tim davon profitieren wird.

Auch für Oskar wird es Veränderungen geben, denn auch er kommt im Sommer in die Schule. Unglaublich! Auch dies muss gut vorbereitet werden, Anträge müssen gestellt werden und, und, und.

Insgesamt muss man sagen, dass wir als Familie sehr glücklich sind! Auch wenn es tausend Baustellen gibt – sowohl im und ums Haus als auch bei den Kindern – die noch angegangen werden müssen. Aber auch das werden wir hinbekommen.

Ach, es hat gut getan, wieder zumindest ein kleines bisschen zu schreiben. Ich hoffe sehr, dass ich schon bald wieder die Energie habe, um mich abends an den Computer zu setzen, um meine Gedanken in Worte zu fassen. Aber wenn es doch wieder ein bisschen länger dauern sollte, dann hoffe ich ihr verzeiht es mir.

Pin It on Pinterest

Share This